Aurora Audio GTQC
Demogerät verfügbar

Pure Class A Mikrophonvorverstärker / 3band EQ / Kompressor

Features

  • Mic Pre bis 70dB Verstärkung
  • 3band EQ
    1. band, fix 80 Hz shelf
    2. band, wählbar 400Hz, 1.6khz, 3.2khz breiter bell
    3. band fi 12khz shelf
  • Output Poti – Mute bis Unity Gain stufenlos
  • Phase Reverse
  • Phantom 48V
  • D.I. (High Z) Instrumenten Eingang
  • Eingangsimpedanzschalter (pro Kanal) 300 oder 1200 Ohm

€ 2850,-
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Allgemeines

Der GTQC setzt sich aus einem Kanal des Stereo Mic Pre / 3band EQ GTQ2 sowie einem Kanal des Stereo Kompressor GTC2 zusammen.
So handelt es sich hier in der Tat um zwei separate Geräte in einem Gehäuse mit separaten XLR Ein- und Ausgängen.

Selbstverständlich lassen sich die beiden Geräte aber auch intern in Serie schalten ohne lästige Kabelei, man kann aber ebenso – zB im Mix – den Preamp / EQ für das eine und den Kompressor für ein anderes Signal verwenden.

Zuallerst aber ist der GTQC ein perfekter Mono Channel Strip und empfiehlt sich zum recorden praktischer aller denkbarer Signale.
Ein D.I. High Z Klinke Input ist ebenfalls vorhanden.
Im übrigen sei hier angemerkt, dass wei GTQC ‘s de facto exakt das gleiche sind wie ein GTQ2 (Stereo Preamp) und ein GTC2 (Stereo Kompressor).
Plant man also über kurz oder lang beide Geräte besitzen zu wollen, empfiehlt es sich durchaus, anstelle von GTQ2 und ggf. später dann einen GTC2, mit einem GTQC beginnen und später einen zweiten hinzuzufügen.
Preislich bleibt sich derlei ebenfalls gleich.

Aber nun zu den einzelnen Komponenten:

 

Links:

GTQ - Preamp und EQ

Der GTQ Mic Preamp zeichnet sich durch den für Vintage Neve 1073 typischen Mittendruck, bulliges und tightes Low End sowie ausserordentlich runde Transienten aus.
Allerdings klingt der GTQ2 offener, um nicht zu sagen “moderner” als die besten der gut erhaltenen originalem 1073er, ohne irgendetwas vom typischischen 1073er Wiedererkennungswert einzubüssen.
Auffällig auch sein enormer Headroom. Den GTQ2 zum clippen zu bringen ist nahezu unmöglich, gleichzeitig erlaubt er gepflegtes Saturieren von Signalen bis hin zu harmonischer Verzerrung – ohne dem ungewollten Auftreten hässlicher Artefakte bei härteren Peaks.
Er verfügt über einen gegenüber dem Original etwas “abgespeckten” 3band EQ, sowie einen High Pass Filter.

Übrigens, bei einem ausführlichen Blindtest mit fünf der gängigsten” 1073 type” Pre’s belegte der GTQ2 klar den ersten Platz.

Warum das Ergebnis keinen Kenner auch nur im Ansatz verwundert hat, erklärt sich aus der Geschichte des GTQ2.
Anders als praktisch alle anderen 1073 type Produkte – von Neve abwärts – versuchte Designer Geoff Tanner mit dem GTQ2 nicht den legendären Neve 1073 Preamp aus den ebenso legendären frühen 70er Neve-Konsolen recht und schlecht zu kopieren bzw. nachzubauen.
Hätte er das wollen, es wäre ein leichtes für ihn gewesen.
Immerhin war er zur Zeit der Entstehung des originalen 1073 die rechte Hand von Rupert Neve gewesen und u.a. dafür verantwortlich den für die serienmässige Herstellung verbindlichen Schaltplan des 1073 zu erstellen.
Niemand – Rupert Neve  eingeschlossen – kennt also den Aufbau wie die verwendeten Komponenten des Originals besser als Geoff Tanner. Unter anderem verbrachte er die gesamten 80er und 90er Jahre damit Vintage Neve Konsolen rund um den Globus zu servicen und galt während dieser Ära weltweit als die führende Koriphäe auf diesem Feld.
Als er daran ging seine eigene Version des 1073 zu designen, nutzte er in seinen eigenen Worten die Gelegenheit “all das zu verändern, was ihn selbst am Original seit jeher gestört hatte”.
Das Ergebnis wurde klar offener im Sound, weniger fehleranfällig bei gleichzeitig deutlich verbesserter Servicierbarkeit und nicht zu letzt – günstiger in der Herstellung.

Eines der wesentlichsten Features des GTQ ist – so banal dies klingen mag – sein Output Poti.
Unity Gain befindet sich auf 5h, also auf Anschlag rechts.
Allerdings empfiehlt es sich als Startpunkt den Output Poti eher zwischen 3h und 4h zu positionieren und den Gain entsprechend anzuheben. Das Signal wird dadurch etwas saturiert, sowie mit harmonischen Obertönen angereichert und sitzt dergestalt meist besser im Mix.
Gerade auch für Aufnahme von Stimme kann dieses simple Procedere der Stimme mehr Druck, mehr Charakter und vor allem auch verbesserte Durchsetzungskraft im Mix verleihen.
Für Aufname von z.B. Bass, Keyboards oder auch BD, SN u.ä. ist es aber auch nicht unüblich den Output z.B. auf 12h zurückzudrehen und Gain entsprechend zu boosten.
Das Ergebnis wird niemals clippen, sondern für das Ohr angenehme Verzerrungen mit sich bringen.
Typisch belässt man den GTQ für die meisten Anwendungen auf 1200 Ohm, insbesonders bei Aufnahme hochpegeliger Kondensator Mikrophone.
Bei Verwendung älterer Bändchen Mics oder auch niedrigpegeliger dynamischer Mics (wie zB Shure SM7) empfiehlt sich mitunter das Umschalten auf 300 Ohm.

GTC - Mono Kompressor

Das “C” in GTQC bezieht sich auf die in der rechten Gerätehälfte untergebrachte Mono-Kompressor-Einheit.
Neben den üblichen Kompressor Bedienelementen wie Ratio, Treshold, Attack, Release und Gain findet sich hier auch die Möglichkeit das Gerät auf “FET-Mode” oder “Opto-Mode” zu schalten.
Hierbei handelt es sich in der Tat um zwei von einander unabängige Schaltkreise.
Mittels des blauen “Combi” Schalters lassen sich auch beide Kompressoreinheiten in Serie schalten.
In diesem Fall durchläuft das Signal zuerst die Opto- und dann die FET-Schaltung.Den Sound bzw. die Möglichkeiten des GTC Kompressor zu beschreiben ersccheint schwierig.
Man kratzt nur an der Oberfläche, wenn man schreibt, dass die FET-Schaltung mehr auf Peaks und die Opto-Schaltung mehr auf VU reagieren wird.
Als Aufnahmekompressor empfehlen sich – je nach Anwendung – beide Schaltungen gleichermassen.
Zum “leveln”, bzw. “verdichten” einer Stimmaufnahme empfiehlt sich eher die Opto-Schaltung, die eine wunderbare Gleichmässigkeit der Stimmlautstärke generieren wird.
Zum Abfangen von Peaks wird man typischerweise eher auf die FET-Schaltung zurückgreifen.
Der Kompressor lässt sich aber auch wunderbar als Effekt einsetzen, sei es um einer Gitarre harte – aber nie schmerzhafte – Attacks zu verleihen oder aber die Hüllkurve einer Snaredrum zu shapen.
Die Anwendungen sind so mannigfaltige, dass es schwierig scheint, sie an dieser Stelle aufzuzählen.

So viel sei erwähnt:
Als den einzigen Kompressor für die sprichwörtliche einsame Insel kann man den Aurora GTC mit bestem Gewissen empfehlen, zum einen, weil die beiden so gegensätzlichen Schaltungen vielseitigste Soundvorstellungen verwirklichen lassen, aber auch – und vor allem weil – wie auch immer sie den GTC einstellen, es wird Ihnen nie gelingen diesem Gerät irgendetwas unmusikalisches zu entlocken.

Seit Rev 10 verfügt die Kompressoreinheit auch über den heute üblichen DRY / WET Regler um Parallelkompressionauf einfachste Weite realisieren zu könnebn.